Hexahydrocannabinol (HHC) Faktencheck

HHC
ist ein psychoaktives Cannabinoid mit einer ähnlichen, laut Szeneberichten leicht geringeren, Wirkung als THC. Weitere Informationen zur Substanz finden Sie auf Wikipedia
Gesetzeslage Österreich
Mit unterliegen HHC und seine Derivate wie z.B.: HHC-P, HHC-O, etc. dem Neue Psychotrope Substanzen Gesetz (NPSG) . Das bedeutet, dass Herstellung und Handel mit HHC verboten sind. Besitz und Konsum sind straffrei. HHC-Produkte können daher von Behörden beschlagnahmt werden. (Aussendung Gesundheitsministerium vom )
Gesetzeslage Deutschland
Der Besitz und Konsum von HHC-Produkten ist in Deutschland mit Stand Winter 2022/23 nicht verboten. Wir gehen davon aus, dass der Handel mit HHC-Produkten zum Zweck des Konsums (Verzehr, Vapen, Rauchen) höchstwahrscheinlich verboten ist. Unklar ist das zu erwartende Strafmaß. Dieses hängt davon ab, welche und wie viele Gesetze dabei verletzt wurden. In Frage kommen hier: Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetz (LMSVG), Betäubungsmittelgesetzt (BtMG), Neue psychoaktive Substanzen Gesetz (NpSG), Arzneimittelgesetz (AMG) und bei Rauchwaren das Tabakgesetz und Nichtraucherschutzgesetz
Gesetzeslage Europa
In Polen und Finnland ist HHC bereits vom Gesetz geregelt (= Handel verboten). Belgien und Ungarn haben Schritte zum Verbot von HHC eingeleitet. Es ist anzunehmen, dass der gesamte EU-Raum bald eine einheitliche Regelung treffen wird.
Drogentests
Bei den üblichen Drogentests ist HHC in Körperflüssigkeiten nachweisbar. Bluttests im Rahmen der Überprüfung der Fahrtauglichkeit identifizieren HHC als psychotrope Substanz. Bei Drogentests aus dem Harn zum Nachweis der Abstinenz wird HHC mit den meisten üblichen THC-Tests miterfasst. Genauere Nachweiszeiten werden Studien in den nächsten Jahren zeigen. Bis dahin kann man von einem THC-ähnlichen Verhalten von HHC ausgehen.
Natürliches HHC
Es gibt nur zwei Publikationen aus den letzten 20+ Jahren, die ein natürliches Vorkommen von Spuren von HHC in Samen und Wurzeln von Cannabispflanzen beschreiben. Toxikologen diskutieren im Moment, ob bei diesen Publikationen möglicherweise Laborfehler vorliegen und es gar kein natürliches HHC gibt. (Hydrierung von THC in einer Sauerstoffatmosphäre?) Das HHC, das in Verkaufsprodukten enthalten ist, ist immer synthetisch hergestellt.
Kontamination
Bei der Herstellung von HHC entstehen zahlreiche Nebenprodukte. Die meisten HHC-Produkte, die bisher in unser Labor eingesandt wurden, enthielten unbekannte Nebenprodukte bzw. THC aus der Produktion.
Gesundheitsgefährdung
Es gibt im Moment keine Studiendaten über die Toxizität, Neurotoxizität oder Cancerogenität von HHC oder deren Produktionsnebenprodukten. Wir wissen also nicht, ob HHC-Produkte Organe oder Nerven schädigt bzw. Krebs verursachen kann.
Haftung
Sollte jemand durch den Konsum eines HHC-Produktes zu Schaden kommen, kann der Produzent und/oder Verkäufer als sachkundige Person nach § 88 StGB (Österreich, fahrlässige Körperverletzung) zur Verantwortung gezogen werden.

Wir vom IFHA sehen unsere Rolle darin, die Firmen bei der Verbesserung der Qualität, Produkt- und Konsumentensicherheit von Hanf und Hanfprodukten zu unterstützen. Deshalb empfehlen wir, weder mit HHC-Produkten zu handeln noch diese zu konsumieren. Wir bieten eine umfassende Analyse von HHC Produkten an.